Fahrrad Verkaufstatistik Schweiz 2025
Die Daten deuten darauf hin, dass sich der Markt nach den Verwerfungen während der Corona-Zeit normalisiert. Gemäss der jährlichen Erhebung des Schweizer Fahrrad-Lieferantenverbandes Velosuisse hat das Volumen der gelieferten Fahrräder zwar gegenüber 2024 um rund 7 Prozent abgenommen. Im Teilbereich der sportlichen Fahrräder und E-Bikes ist jedoch ein Aufwärtstrend feststellbar. Auch bei den Alltagsvelos können positive Rückschlüsse gezogen werden.
2025 wurden in der Schweiz 316`050 Fahrräder (59%) und E-Bikes (41%) an den Fahrradhandel ausgeliefert. Das sind rund 25`000 Fahrzeuge weniger bzw. ein Minus von 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Nicht alle Bereiche verzeichneten einen Rückgang: Ungebrochen ist die Popularität der Gravel-Bikes. Die Verkäufe von E-Gravelbikes haben sich auf 2162 Stück mehr als verdoppelt und auch die motorlosen Varianten legten bei wesentlich höheren Stückzahlen um einen Drittel auf 21`702 Stück zu. Bei den Rennvelos betrug die Zunahme knapp 9 Prozent auf 17`524 Stück.
Während die Sportfahrräder zu den Gewinnern zählten, ging der Lieferrückgang aufs Konto der Alltagsfahrräder. In diesem Volumenmarkt waren die Lagerbestände besonders hoch. Dies lässt sich dadurch erklären, dass der Fachhandel die Lagerbestände zuerst abbaut, ehe neue Fahrzeuge nachbestellt werden. Dass der Rückgang im Vergleich zur Periode 2023 bis 2024 merklich geringer ausgefallen ist, deutet darauf hin, dass selbst in diesem Bereich gut an die Konsumentinnen und Konsumenten abverkauft wurde und die Lust am Velofahren ungebrochen ist.
Die Lust auf Sportfahrräder
Das freut auch die Velosuisse-Präsidentin und passionierte Velofahrerin Nathalie Schneitter. Sie sagt: «Da der Bereich der Sportfahrräder im Fachhandel deutlich hochpreisiger ist als das Segment der Alltagsvelos, konnte ein Teil der Umsatzrückgänge wettgemacht werden.» Was Schneitter ausserdem freut, ist der zunehmende Anteil Frauen, den sie bei ihren täglichen Velofahrten beobachtet.
Nach den traumhaften Zuwachsraten in den Corona-Jahren 2000 bis 2022 befindet sich die Fahrradbranche seit 2023 in einer Konsolidierungsphase. Eine gewisse Marktsättigung und die geopolitische Lage, die der Kauflaune nicht förderlich sind, trugen dazu bei, dass die hohen Lagerbestände aus den Corona-Nachlieferungen zunächst nicht im gewünschten Masse abgebaut werden konnten. Die Talsohle scheint 2025 nun aber erreicht worden zu sein, wie die Zunahmen bei den Verkäufen im Sportbereich zeigen.
Nach wie vor sehr gut ist die Auslastung der Reparaturwerkstätten, wie verschiedene Fahrradhändler auf Anfrage bestätigen. Das seit Tagen anhaltend schöne Wetter wirke wie ein Booster auf die Velofahrenden, berichten sie einhellig.