13.01.2026

UBS Retail Outlook 2026

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Der UBS Retail Outlook 2026 zeigt einen widerstandsfähigen, aber unter Druck stehenden Schweizer Detailhandel. Für den Sportfachhandel ergeben sich klare Leitlinien: Spezialisierung statt Breite, Nutzen statt Preis, Kooperation statt Konfrontation sowie Effizienz statt Volumen. Sport bleibt ein relevanter Nachfragebereich im Non-Food-Handel, setzt jedoch konsequente Positionierung, partnerschaftliche Zusammenarbeit und professionelle Umsetzung voraus.

Der Schweizer Detailhandel zeigt sich robust, trotz getrübter Konsumentenstimmung

Der Bericht bestätigt eine anhaltende Diskrepanz zwischen negativer Konsumentenstimmung und effektiv stabilem bis wachsendem Konsum. Für den Sportfachhandel bedeutet dies, dass Nachfrage nicht primär von Stimmungsindikatoren, sondern von konkretem Nutzen, Relevanz und Anlässen (Saisonalität, Sporttrends, Wetter, Events) getrieben wird. Emotionale Kaufzurückhaltung führt nicht zwingend zu realem Umsatzrückgang, sondern zu selektiverem Kaufverhalten.

 
Non-Food bleibt unter Druck, Freizeit und Sport entwickeln sich vergleichsweise positiv

Innerhalb des Non-Food-Segments zeigt sich eine stark heterogene Entwicklung. Während Bekleidung und Schuhe weiterhin unter Druck stehen, wird das Freizeitsegment explizit als Wachstumsfeld genannt, gestützt durch die Nachfrage nach Sportartikeln. Für den Sportfachhandel unterstreicht dies die Bedeutung funktionaler, sportnaher Sortimente sowie klarer Spezialisierung gegenüber modischen, austauschbaren Produkten.

 
Preisbewusstsein steigt, Preissenkungen sind jedoch kein strategischer Schwerpunkt

Die Konsumenten reagieren preissensibler, ohne dass flächendeckende Preissenkungen als zielführend gelten. Händler setzen gemäss Umfrage stärker auf Sortimentsqualität, Markenprofilierung und Marketingeffizienz. Für den Sportfachhandel bestätigt sich der Fokus auf Mehrwert durch Beratung, Service, Fachkompetenz und Produktauswahl statt auf Preisführerschaft.

 
Kooperation zwischen Handel und Industrie wird zum zentralen Resilienzfaktor

Ein Kernthema des Reports ist die Notwendigkeit einer engeren, strukturierteren Zusammenarbeit zwischen Handel und Industrie. Vertrauen, klare Abmachungen, faire Kostenverteilung sowie gemeinsame Sortiments- und Aktivierungslogiken werden als wirtschaftlich messbare Erfolgsfaktoren identifiziert. Für den Sportfachhandel ergibt sich daraus eine klare strategische Relevanz partnerschaftlicher Modelle mit Marken und Lieferanten, insbesondere bei Sortimentstiefe, Innovationen und Retail-Aktivierung.

 
2026 bringt ein moderates, aber abgeschwächtes Wachstum mit erhöhtem Transformationsdruck

Für 2026 wird ein tieferes reales Umsatzwachstum im Detailhandel prognostiziert. Gleichzeitig erwarten die meisten Unternehmen steigende Anforderungen an Effizienz, Marketingwirkung, Sortimentssteuerung und operative Flexibilität. Der Sportfachhandel ist gefordert, seine Geschäftsmodelle konsequent zu überprüfen, Prozesse zu vereinfachen und Investitionen stärker auf Wirkung und Rentabilität auszurichten.

Download vollständiger Retail Outlook 2026