Ständerat stärkt fairen Wettbewerb im Online Handel
Der Ständerat hat zwei zentrale Motionen angenommen, die auf mehr Transparenz und wirksamere Kontrollen bei ausländischen Online-Handelsplattformen abzielen. Für den Schweizer Detailhandel und insbesondere für den Sportfachhandel ist dies ein wichtiger Schritt in Richtung gleich lange Spiesse – und ein Resultat des koordinierten Engagements mehrerer Branchenverbände.
Transparenz bei nicht-konformen Produkten
Mit der Motion von Ständerat Beni Würth wird verlangt, dass Produkte, die den Schweizer Vorschriften nicht entsprechen oder hierzulande verboten sind, bei der Einfuhr für den privaten Gebrauch klar gekennzeichnet werden. Solange ausländische Plattformen Schweizer Standards nicht konsequent einhalten, ist Transparenz eine notwendige Sofortmassnahme.
Eine solche Kennzeichnung stärkt den Konsumentenschutz, erhöht die Sensibilisierung für Sicherheits- und Qualitätsanforderungen und reduziert Wettbewerbsverzerrungen zulasten der inländischen Anbieter, die sämtliche gesetzlichen Vorgaben erfüllen.
Verstärkte Kontrollen bei Kleinwarensendungen
Die Motion von Ständerat Fabio Regazzi verlangt eine deutliche Aufstockung der finanziellen Mittel für Kontrollen von Kleinwarensendungen. Täglich gelangen grosse Mengen von Paketen nahezu unkontrolliert in die Schweiz. Eine systematischere Überprüfung soll sicherstellen, dass Schweizer Sicherheits- und Qualitätsstandards eingehalten werden.
Damit wird nicht nur die Produktsicherheit erhöht, sondern auch unlauterer Wettbewerb eingedämmt, der insbesondere KMU im Detailhandel stark belastet.
Koordiniertes Engagement der Verbände
ASMAS hat sich gemeinsam mit der SWISS RETAIL FEDERATION, dem Schweizerischer Gewerbeverband sgv, dem Schweizer Buchhandels- und Verlags-Verband SBVV sowie Swiss Textiles konsequent für faire Wettbewerbsbedingungen eingesetzt und die parlamentarischen Vorstösse aktiv unterstützt.
Ziel dieses gemeinsamen Engagements ist die Durchsetzung bestehender Regeln für alle Marktteilnehmer. Schweizer Sportfachhändler erfüllen hohe regulatorische Anforderungen, investieren in Aus- und Weiterbildung sowie in Qualität und Beratung. Diese Rahmenbedingungen müssen auch im internationalen Online-Handel respektiert werden.
Nächster Schritt im Nationalrat
Beide Motionen werden nun im Nationalrat beraten. Für die ASMAS ist entscheidend, dass der eingeschlagene Weg konsequent weitergeführt wird. Transparenz, wirksame Kontrollen und die Durchsetzung geltender Vorschriften sind zentrale Voraussetzungen für einen funktionierenden Wettbewerb und den Schutz der Konsumentinnen und Konsumenten.
Die ASMAS wird sich weiterhin gemeinsam mit den Partnerverbänden engagiert für diese Anliegen einsetzen und die politischen Prozesse konstruktiv begleiten.