Neues Dreiergespann bei Exped: Christian Gisi wird CEO
Zum Anfang Februar 2026 wird Christian Gisi neuer CEO des Schweizer Outdoor-Ausrüsters Exped. Die Gründer Andi und Heidi Brun, weiterhin als Inhaber und Mitglieder des Aufsichtsrats im Unternehmen tätig, berufen Christian Gisi als CEO mit finaler Entscheidungsbefugnis innerhalb der 3-köpfigen Geschäftsleitung und stellen die Weichen für die Zukunft des Unternehmens neu.
Der ehemalige Mammut-Manager ist derzeit Leiter für Marketing und Kommunikation und Mitglied der Hochschulleitung an der Hochschule Luzern. Dazu Andi und Heidi Brun: „Christian überzeugte uns sofort mit seiner emphatischen, offenen Art und seiner bewiesenen Outdoor-Kompetenz. Kein Einzelkämpfer, der mal alles erst niederreisst, sondern ein guter Beobachter, der analysiert, sich mit dem Team berät und die getroffenen Entscheide kollegial durchsetzt.“
Über ein Jahrzehnt war Christian Gisi bei der Mammut Sports Group tätig – sieben Jahre davon als Head of Marketing & Communications. Von internationalen Kampagnen bis hin zur weltweiten Markenpositionierung war Gisi für den Unternehmensauftritt und innovative Ideen mitverantwortlich und trieb die Marke massgeblich voran. 2018 entschied er sich schliesslich für eine Auszeit von der Outdoorbranche: Bis zuletzt war der Mittvierziger Teil der Führungsriege der Hochschule Luzern und zudem als Stiftungsrat aktiv.
Rückkehr in eine vertraute Branche
Im Februar 2026 freut sich die Zürcher Marke Exped, Gisi im Team begrüssen zu dürfen. Unverändert bleiben dabei die bestehenden Geschäftsleiter Betti Frangi und Marc Raillard. Gisi wird das Team als drittes Mitglied mit CEO-Funktion unterstützen. „Neben den internationalen Märkten, auf denen Exped unterwegs ist, haben mich vor allem die Authentizität und das Team überzeugt. Beruflich wie privat ist es eine tolle Chance, die Marke und das Unternehmen weiterentwickeln zu dürfen. Es fühlt sich an, als komme ich nach Hause“, sagt der selbst passionierte Bergsportler über seine Beweggründe.
Studiert hat der gebürtige Aargauer Soziologie und Publizistik an den Universitäten Lausanne und Zürich sowie BWL an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich. Er ist zudem Alumnus des renommiertes INSEAD (Institut Européen d’Administration des Affaires) und hat Weiterbildungen an der Universität St. Gallen besucht.
Privat teilt er, wie die anderen Exped-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, seit seiner Kindheit die Begeisterung für den Bergsport: Vom Bergsteigen über Skitourengehen bis hin zur Outdoor-Fotografie fühlt er sich in vielen alpinen Spielarten wohl. Als Fotograf begleitete Gisi unter anderem den Schweizer Profi-Alpinisten Dani Arnold, etwa bei seinem Rekord an der Matterhorn-Nordwand, aber auch Athleten wie Jérémie Heitz, David Lama, Steph Davis und Stephan Sigrist. Geblieben ist dabei die Ehrfurcht vor den Bergen und den Menschen, die Grenzen verschieben: „Ich habe mich selbst nie mehr als einen einfachen Zuschauer und Bewunderer ihrer unglaublichen Leistungen gesehen.“
Über Exped: Eine Geschichte, die draussen begann
Die Geschichte von EXPED begann mit den Outdoor-Enthusiasten Heidi und Andi Brun. Es war das Jahr 1981, als die beiden Schweizer Abenteurer mitten in der Wildnis Nordkanadas mit ihren Händen, einer Axt und zwei Sägeblättern eine Blockhütte bauten. Neun Monate – inklusive des langen, bitterkalten kanadischen Winters – verbrachte das Paar in dieser rauen Natur. Sie lebten zum grossen Teil von dem, was die Natur ihnen gab: Fisch, Fleisch und Pflanzen. So gehörte das Improvisieren mit minimalen Mitteln zu ihrem Alltag und inspirierte die beiden Freiheit liebenden Abenteurer, sich mit der Entwicklung von funktioneller Outdoor-Ausrüstung zu beschäftigen.
Aus all diesen Erfahrungen, dem Leben in der Wildnis und dem Einfallsreichtum entstand schliesslich die Marke Exped. Heute, nach über 40 Jahren Schweizer Outdoor-Expertise, ist die Exped-Ausrüstung in 25 Ländern erhältlich. Das Team ist klein, familiär und innovativ geblieben. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Arbeit und Zeit im Freien zeichnet die Marke nach wie vor aus.