16.02.2026

BFU-Report: Fachgerechte Ausrüstung bleibt zentraler Sicherheitsfaktor

Die aktuelle BFU-Studie «Verletztentransporte im Schneesport 2024/25» zeigt erneut die hohe Relevanz von Sicherheit im Wintersport. Jährlich werden rund 14 500 Unfälle durch Pistenrettungsdienste erfasst. Hochgerechnet müssen in der Schweiz pro Jahr rund 62 000 Ski- und Snowboardfahrerinnen und -fahrer ärztlich behandelt werden.

Erkenntnisse aus dem Bericht:

  • 80 % der Unfälle betreffen Skifahrende, 15 % Snowboardfahrende.
  • 82 % der Unfälle ereignen sich auf der Piste.
  • 45 % der Verletzungen sind mittelschwer, 3 % schwer.
  • Rund 6 % aller Verletzungen gelten als schwer und führen zu Ausfällen von über drei Monaten oder zu Invalidität.
  • Knieverletzungen gehören weiterhin zu den häufigsten Verletzungslokalisationen auf der Piste (rund ein Drittel aller Fälle).
  • Auffällig ist zudem, dass Verletzungen mit zunehmendem Alter schwerer ausfallen und dass Kollisionen zwar selten sind, jedoch überdurchschnittlich schwere Folgen haben .

Bedeutung für den Sportfachhandel
Die Studie zeigt, dass das Verletzungsrisiko im Schneesport seit den 1990er-Jahren deutlich reduziert werden konnte – unter anderem dank verbesserter Ausrüstung und höherem Sicherheitsniveau . Dieses Sicherheitsniveau ist jedoch kein Zufallsprodukt, sondern das Resultat technischer Innovation, normierter Standards und fachgerechter Umsetzung.

Funktionsfähige und korrekt eingestellte Ausrüstung reduziert Unfallfolgen
Ein grosser Teil der Unfälle entsteht durch Stürze (über 80 %). Ob ein Sturz glimpflich verläuft oder zu einer schweren Verletzung führt, hängt wesentlich von der Qualität, Wartung und korrekten Einstellung der Ausrüstung ab:

  • korrekt eingestellte Skibindungen nach ISO-Normen
  • regelmässig geprüfte und kalibrierte Einstellgeräte
  • fachgerechte Montage
  • sachgemässe Beratung bezüglich Einsatzbereich, Alter, Fahrkönnen und Körperdaten
  • regelmässige Wartung und Funktionskontrolle
  • Gerade bei Knieverletzungen oder schweren Frakturen zeigt sich, dass die korrekte Auslösung der Bindung ein entscheidender Faktor ist. Die BFU-Daten unterstreichen die hohe Zahl mittelschwerer und schwerer Verletzungen, die zu Spitaleinweisungen führen .

Differenzierungsmerkmal: Kompetenz statt Preis
In einem Marktumfeld mit wachsendem Online-Anteil und vormontierter Ausrüstung ohne fachgerechte Endkontrolle wird die sicherheitstechnische Kompetenz des Sportfachhandels zu einem klaren Differenzierungsmerkmal.

Der gut geschulte und zertifizierte Fachhandel bietet:

  • normkonforme Bindungseinstellung
  • dokumentierte elektronische Prüfungen
  • geschultes Fachpersonal
  • Haftungssicherheit für Kundinnen und Kunden
  • Beratung auf Basis aktueller Sicherheitsstandards
  • Die korrekte Einstellung und Wartung von Schneesportausrüstung ist kein Nebenaspekt, sondern ein aktiver Beitrag zur Verminderung von Unfallfolgen.

Fazit
Die BFU-Zahlen 2024/25 zeigen deutlich: Schneesport bleibt unfallintensiv, insbesondere mit einem hohen Anteil mittelschwerer Verletzungen. Moderne, korrekt gewartete und professionell eingestellte Ausrüstung ist ein zentraler Faktor zur Reduktion der Verletzungsschwere.

Der qualifizierte Sportfachhandel leistet damit einen messbaren Beitrag zur Sicherheit im Schneesport – und positioniert sich klar über Fachkompetenz, Verantwortung und normgerechte Umsetzung.