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Marktdaten

Marktdaten 2018

Der Schweizer Sportmarkt schliesst 2018 mit 3.5% im Minus

Der Schweiz Sportmarkt (ohne Bike) hat sich 2018 mit -3.5% negativ entwickelt. 

Einmal mehr war der Wintersport das Zünglein an der Waage: Wegen dem extrem schwachen Januar und dem bestenfalls mässigen Dezember 2018 im Vergleich zu sehr starken Vorjahresmonaten brach der Umsatz für Wintersport um -12% ein. 
Am meisten gelitten haben die Bekleidung und die Hartware, etwas weniger stark die Wintersportschuhe. 
Der Sommer-Ganzjahressport war sanft über Niveau Vorjahr (+0.5%). Vor allem die Fussball-WM und der lange, warme Sommer haben in diesen Bereichen zu einem Umsatzplus geführt. 
Die Bekleidung (ausser Fussball) war aber wie im Wintersport unter Druck, vorab das Outdoorsegment (-6%) litt unter fortwährendem Preisdruck und auch teils zu hohen Temperaturen. Stabiler Umsatzträger bleiben die Sportschuhe, die auch stark durch den Onlinehandel beeinflusst werden. Insgesamt machen die Sportschuhe 30% am gesamten Sportartikelmarkt aus und bilden für den Sporthändler ein unerlässliches Standbein. 
Generell war auch 2018 Online der Wachstumstreiber, der 30% zulegte, der stationäre Handel büsste ein. 

Basis der Schätzung: GfK Panel, rund 65% Abdeckung / Einschätzung Restmarkt wie aldi, Lidl, tchibo, otto’s, Bächli u.a., inkl. Onlineanbietern mit ch-Domain wie z.B. zalando.ch / Befragung Sporthändler durch ASMAS 

Aussicht: 

  • Die Bevölkerung in der Schweiz steigt weiter an (2018 rund 8.5 Mio. Einwohner).
  • Die Konsumentenstimmung ist stabil/gut.
  • Der Schweizer Franken steht im Vergleich zum Euro aktuell solide bei 1.12 CHF, dadurch nimmt auch die Attraktivität für Auslandeinkäufe tendenziell ab.
  • Der Onlineanteil wird weiter überproportional steigen im Vergleich zum stationären Handel – sei es durch Anbieter aus dem Ausland oder dem Inland. Sport und Sport Lifestyle ist weiterhin angesagt.
  • Der Markt ist positiv ins neue Jahr gestartet, dank tollen Schnee- und Wetterbedingungen.
  • Kurzum: All dies Indikatoren deuten darauf hin, dass der Markt gute Perspektiven für 2019 hat.
  • Variable bleibt die Wundertüte Wintersport, der Anteil beträgt doch noch immer knapp ein Drittel des Marktes. Auch spannend ist die Entwicklung von décathlon zu verfolgen, der nach Übernahme der Nummer 3 im Markt athleticum nach erfolgreichem Start in der Romandie auch in der Deutschschweiz den ersten Laden eröffnet hat und weitere eröffnen wird.

Quelle GFK, Kurt Meister/ASMAS, April 2019

Marktdaten 2017

Outdoor Markt 2017

Die European Outdoor Group (EOG) hat Zahlen veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass der Outdoor Grosshandelsmarkt wertmässig um 7.2% und mengenmässig um 6.7% gewachsen ist.

Die Ergebnisse des State of Trade 2017 stehen im Kontrast zum stagnierenden Markt von 2015 und einem bescheidenen Wachstum (3% im Wert) im Jahr 2016. Im vergangenen Jahr hatte der Outdoor-Großhandelsmarkt ein Volumen von 5,86 Mrd. Euro. State of Trade verwendet Daten von 115 Marken aus ganz Europa und analysiert die Verkaufsinformationen für sieben Hauptkategorien und 48 separate Unterkategorien.

Länder und Regionen

Die drei größten Einzelmärkte sind Deutschland, Frankreich und Großbritannien, die zusammen 50% des Sektors ausmachen. Deutschland wuchs wertmäßig um 3%, so wie im Jahr 2016.  Schwieriger waren die Bedingungen in Frankreich mit einem Wertverlust von 2%.  Dagegen verzeichnete Großbritannien ein sehr gutes Jahr mit einem Wachstum von 8 %, das über dem Durchschnitt von 6,7 % lag.  Trotz der Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern, verzeichneten alle Regionen Wert- und Volumenzuwächse.

Kategorie-Entwicklung

Alle Produktkategorien, mit Ausnahme der Zelte, wuchsen von Jahr zu Jahr. Am stärksten entwickelten sich die Schuhe, die sich nach einem Rückgang im Jahr 2016 mit einem zweistelligen Wertzuwachs gut erholten.  Ähnliches gilt für Schlafsäcke nach einem Rückgang im Jahr 2016.  Bekleidung, die größte Kategorie, wuchs nach einer besonders starken Herbst-/Wintersaison, unterstützt durch die guten saisonalen Bedingungen, um 5% im Wert und um 6,7% im Volumen.  Der Rückgang der Zeltverkäufe wurde durch einen schwierigen Start in die Frühjahr/Sommer-Saison 2017 unterstützt, insbesondere in Großbritannien, dem größten Markt für diese Kategorie.  Typischerweise macht der Frühling/Sommer rund 70% des Zeltumsatzes aus.

Seit seinem Start hat sich State of Trade zum umfassendsten und robustesten Marktdatenprojekt für die europäische Outdoor-Branche entwickelt. Neben der Analyse der eingereichten Daten holte die EOG auch Expertenmeinungen aus der gesamten Branche ein, um Peer-Review-Zahlen zu erhalten.  Diese Arbeit half zu bestätigen, dass die Zahlen und das Wachstum im Jahr 2017 den Erwartungen der Befragten entsprachen.